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Kategorie: Allgemein
Umfassendes Jugengbeschäftigungspaket von der Bundesregierung beschlossen
08.04.2008
Der Ministerrat hat vor einigen Tagen ein umfassendes Jugendbeschäftigungspaket beschlossen. Die Detailinformationen finden Sie unter http://www.bmwa.gv.at/cgi-bin/MsmGo.exe?grab_id=0&page_id=8598&query=Lehrlinge&hiword=LEHRLING%20LEHRLINGEN%20LEHRLINGS%20Lehrlinge%20
Herzlichst
Ihr Lehrlingscoach © 2008
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Mediation und Lehrvertragsauflösung
08.03.2008
Mit einem aktuellen Gesetzesentwurf plant das Wirtschaftsministerium u. a. erstmals die Möglichkeit einer Kündigung von Lehrverträgen zu schaffen. Alle Details dazu finden Sie unter http://www.bmwa.gv.at/NR/rdonlyres/1308D72F-646C-4D4C-956D-8FB013FDD268/0/BAGNovelle.pdf.
Es wird vorgeschlagen, die (derzeit seitens des Dienstgebers und des Lehrlings unkündbaren) Lehrverträge zum Ende des 1. oder 2. Lehrjahres auflösbar zu machen. Bedingung ist eine vorher stattfindende Mediation.
Natürlich ist dieses Vorhaben heftig umstritten. Unter diesem Link finden Sie eine online Umfrage der WK Steiermark, in der sich die Unternehmer mit 92 Prozent für eine Lockerung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge aussprechen - siehe http://portal.wko.at/wk/sn_detail.wk?AngID=1&DocID=623833&StID=298911.
Die Stellungnahme des ÖGB finden Sie unter - http://text.ots.at/meldung.php?k=OTS_20071002_OTS0296&q=&von=20071001&bis=20071002.
Herzlichst
Ihr Lehrlingscoach © 2008
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Top-Ausbildungslehrgänge im Herzen der Oststeiermark
11.02.2008
Im Newsletter des Unternehmens, für das ich als Geschäftsführer tätig bin, finden Sie Informationen zu TOP-Ausbildungslehrgängen in den Bereichen Mediation, NLP und Coaching, die in wenigen Wochen beginnen - siehe http://www.faro.co.at/downloads/news_04022008.pdf
Für nähere Informationen stehe ich Ihnen unter der E-Mail-Adresse office@faro.co.at sehr gerne zur Verfügung. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie auch unter www.faro.co.at.
Herzlichst
Ihr Lehrlingscoach © 2008
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Worauf achten Ausbilder wirklich?
28.01.2008
Eine neue Studie im Auftrag des AMS ergab, dass 90% der Lehrbetriebe auf Pünklichkeit, Zuverlässigkeit und Interesse für den angestrebten Beruf achten.
Rund 75% der befragten Ausbilder achten auf gute Umgangsformen und Genauigkeit.
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Möge 2008 ein goldenes Jahr werden...
30.12.2007
Wenn es schneit und das Jahr zu Ende geht,
dann nimmt man die Kiefern,
die sich im Herbst nicht wandeln,
wirklich wahr.
yuki furite toshi
no kurenuru toki
ni koso tsui ni momijinu
matsu mo miekere
Verfasst bei einem Dichterwettstreit in der Residenz
der Kaiserin in der Kanpyõ-Ära (japanische Originalversion - Haiku)
Mögen diese Zeilen dazu beitragen, dass 2008 ein Jahr wird, in dem sich Ihre kühnsten Träume erfüllen.
Herzlichst
Ihr Lehrlingscoach
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Lehrlingszahlen und Lehrlingsentwicklung in 2007
28.12.2007
Aktuelle Zahlen zur Lehrlingsentwicklung von 1994 bis 2007 gibt es auf der Homepage des Lehrlingsbeauftragten der Bundesregierung.
Details siehe: http://www.egon-blum.at/Service/LE-BRO-2007.pdf
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Situation am Lehrstellenmarkt - Ausblick für 2008
28.12.2007
Eine Bilanz und einen Ausblick über das vergangene Arbeitsjahr lieferten kürzlich Staatssekretärin Christine Marek in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein. Besonders für die Bereiche Jugendbeschäftigung und Entwicklung am Lehrstellenmarkt sei das Jahr 2007 ein gutes Jahr gewesen, so Marek. Die Jugendarbeitslosigkeit sei kontinuierlich im Sinken und bereits seit 22 Monaten rückläufig.
Details siehe: http://www.bmwa.gv.at/BMWA/Presse/Aktuelle+Meldungen/20071227_01.htm
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Lehrlingsausbildung quo vadis?
23.11.2007
Mit dem Winterbeginn ist alljährlich ein bereits vertrautes Ritual in der heimischen Politik zu beobachten, das unweigerlich an eine wunderbare Filmkomödie, mit Bill Murray in der Hauptrolle, erinnert: „Und täglich grüßt das Murmeltier“.
Politiker und Sozialpartner aller Parteien beklagen, dass tausende Schulabgänger, trotz aller Anstrengungen, wieder keine Lehrstelle finden. Natürlich fehlt es bei diesen - zur Beliebigkeit verkommenen - politischen Ritualen nicht an gut gemeinten Vorschlägen, wie die Lehrplatzmisere nun endlich zu beseitigen wäre.
Der aufmerksame Beobachter erkennt allerdings sofort, dass der heimische Lehrstellenmarkt seit Jahren in einer veritablen Krise steckt. Denn zeitgleich beklagen die obersten Wirtschaftsvertreter den ladenden Facharbeitermangel. Bereits jeder zweite mittelständische Betrieb leitet unter einem existenz-bedrohenden Facharbeiternotstand.
Von allen Seiten werden rasche Maßnahmen gefordert. Ja kann es das wirklich geben, dass den heimischen Betrieben zigtausende Fachkräfte fehlen und gleichzeitig tausende Schulabgänger mit durchaus herzeigbaren Zeugnissen nicht einmal eine Einstiegsmöglichkeit in die vielfach beschworene Karriere mit Lehre finden? Ja, so unglaublich es auch anmuten mag, durchaus!
Es lohnt sich also einen genauen Blick hinter die medienwirksamen Kulissen der politischen Auseinandersetzung auf die tatsächlichen Gegebenheiten und Befind-lichkeiten am Ausbildungsmarkt und auf den bisherigen Weg in die Krise zu werfen.
Lange Zeit war man in Österreich stolz auf das weltweit anerkannte duale Aus-bildungssystem. Vorwiegend praktische Ausbildung im Lehrbetrieb und begleitend theoretische Ausbildung in der Berufsschule lautete die Erfolgsformel, die im Jahre 1970 zum Berufsausbildungsgesetz führte. Seine Hochblüte erlebte das duale System in den achtziger Jahren. So standen vor zwanzig Jahren rund 160.000 Lehrlinge in einem Lehrverhältnis. Lehrlingszahlen, von denen man heute nur noch träumen kann. Aktuell werden rund 126.000 Lehrlinge ausgebildet, was einen Rück-gang von rund 34.000 Lehrstellen in den letzten beiden Jahrzehnten bedeutet.
Eine Zahl, die verdeutlicht, dass der duale Ausbildungsweg gegenüber den schulischen Ausbildungswegen massiv an Attraktivität verloren hat. Ein wesentlicher Grund dafür ist der massive Rückbau an Lehrplätzen in der heimischen Industrie, der Mitte der Achtzigerjahre mit der Krise der verstaatlichen Industrie (Stichwort Intertrading) eingeläutet wurde. Mit der gewinnorientierten Neuausrichtung der Industriekonzerne mussten sich Investitionen in die Ausbildung von Lehrlingen plötzlich kurzfristig rechnen. Für ein Angebot von Lehrstellen, das über dem tatsächlichen betrieblichen Bedarf an Fachkräften lag, war kein Platz mehr.
Unweigerlich schrumpfte das Lehrstellenangebot auf breiter Front. Gleichzeitig wurde es modern, einen schulischen Ausbildungsweg zu beschreiten. All Jene, die halbwegs brauchbare schulische Leistungen vorweisen konnten, strebten eine weiterführende schulische Ausbildung an. Dies entsprach durchaus dem Zeitgeist, denn schließlich sollte es die junge Generation einmal leichter haben ihr Geld zu verdienen, als ihre Eltern, die dafür noch ihrer Hände Arbeit einsetzen mussten. Die mangelnde Durchlässigkeit im Bildungssystem tat ein Übriges, denn eine Lehre mit anschließender Matura war für eine sehr lange Zeit eine faktische Mission impossible.
Bei einer sachlichen Abwägung dieser Entwicklung verfestigt sich der Eindruck, dass sich das Qualifikationsniveau der Lehranfänger dadurch schrittweise ver-schlechterte. Dies soll keinesfalls pauschal Wasser auf die Mühlen jener Interessen-vertreter leiten, die populistisch behaupten, potenzielle Lehranfänger könnten heute weder Schreiben noch Rechnen. Es soll aber eine Besonderheit aufzeigen, die das Image der Facharbeit schädigt, nämlich den Umstand, dass für den Einstieg in ein Lehrverhältnis faktisch keine Voraussetzungen bestehen (außer dem Mindestalter, welches in Österreich eine Beschäftigung zulässt). Unweigerlich setzte sich damit eine negative Dynamik in Bewegung mit deren Auswirkungen wir in der Gegenwart konfrontiert sind. Die Globalisierung der Märkte sorgte gleichzeitig für Verschärfung der Wettbewerbssituation, die den wirtschaftlichen Druck auf die Unternehmen erhöhte.
Ausbildungsinhalte sollten nach Meinung vieler Lehrberechtigter in erster Linie in den Berufsschulen vermittelt werden, denn schließlich zahlte man ja die Lehrlings-entschädigung während des Schulbesuches weiter. Die Qualität der Ausbildung ging unweigerlich zurück. Nicht mehr ganz so gut qualifizierte Lehrlinge wurden zu Fach-arbeitern und früher oder später zu Ausbildern, die ihre Qualifikation an die nächste Lehrlingsgeneration weiter gab.
Ein Negativkreislauf, der bisher nicht zu stoppen war. Wen wundert es also, dass die Wirtschaftsbetriebe heute lauthals den Fachkräftemangel beklagen? Präzise gesagt, fehlen allerorts die hoch qualifizierten Fachkräfte. Arbeitnehmer mit einer formalen Facharbeiterqualifikation gibt es schließlich mehr als genug. Die Zahl der ungelernten Arbeitnehmer ist heute auf einem historischen Tiefstand.
Die wohlwollenden Bemühungen des Arbeitsmarktservice bei der arbeitsplatz-orientierten Neu- oder Nachqualifikation von Fachkräften war angesichts dieser Entwicklung auch nicht mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein, der aber zumindest einen vollkommenen Systemkollaps verhinderte. Was der Status Quo in Zeiten eines globalen Wettbewerbes bedeutet, mag sich jeder selbst ausmalen.
Für die heimischen Arbeitnehmer wird diese Perspektive noch trister, denn junge, hoch motivierte Fachkräfte in China oder Indien warten in globalen Märkten mit virtuellen Bildschirmarbeitsplätzen nur darauf, die heute noch sicher erscheinenden Arbeitsplätze der heimischen Arbeitnehmer zu übernehmen. Angesichts dieser Ausgangssituation und den alles andere als rosigen Perspektiven verwundert es umso mehr, dass vielerorts noch die bekannte österreichische Gelassenheit herrscht. Es bleibt ja schließlich noch die Hoffnung, dass es schon nicht ganz so schlimm kommen wird.
Zum Glück gibt es auch erwähnenswerte Initiativen, die sich der negativen Ent-wicklung entgegenstemmen. Egon Blum, als Lehrlingsbeauftragter der Bundes-regierung, sei hier an erster Stelle genannt. Seinen Aktivitäten ist es unter anderem zu verdanken, dass die Zahl der angebotenen Lehrplätze auf dem Niveau des Jahres 2000 gehalten werden konnte und dass Lehre und Matura kein Traum mehr bleiben muss (Details siehe www.egon-blum.at). Viele Initiativen bleiben aber beim altbewährten und meist erfolglosen sozialpartnerschaftlichen „Schattenboxen“ auf der Strecke oder greifen zu kurz.
Welche Forderungen stehen derzeit auf der Tagesordnung zahlreicher Arbeits-gruppen und Initiativen der Sozialpartner? Je nach interessenpolitischer Zugehörigkeit werden eine Kündigungsmöglichkeit von Lehrverhältnissen, höhere Lehrstellenförderungen und eine Übernahme der Berufsschulkosten bzw. der Lehrlingsentschädigung für den Zeitraum des Schulbesuches durch die öffentliche Hand oder einen Berufsausbildungsfonds, eine bessere Kontrolle der Ausbildungs-qualität und Flächenlehrberufe mit qualifizierten Ausbildungsinhalten gefordert.
Viele dieser Forderungen wurden schon von einer Generation innerhalb der Sozialpartnerschaft an die nächste weiter gegeben und sind deshalb alles andere als dynamisch. Allerorts scheint man also noch genügend Zeit und Spielraum zu haben, aber die Konkurrenz schläft nicht. Ein Blick ins Internet müsste reichen, um zu erkennen, dass viele Volkswirtschaften bereit auf der Überholspur unterwegs sind.
Bereits umgesetzte Lösungsvorschläge, wie der Blum Bonus, neue Lehrberufe oder eine Aufweichung des Arbeitnehmerschutzes für Jugendliche kämpfen zwar gegen den Negativtrend an, eine Lösung brachten sie aber allesamt nicht. Was fehlt, ist der große Wurf in Form einer wagemutigen Gesamtlösung.
Gleichzeitig ist ein visionäres gemeinsames Ziel vonnöten. Politische Verant-wortungsträger hätten dieses Ziel schon längst öffentlich formulieren müssen, nämlich, dass wir in Österreich in fünf Jahren über die weltweit besten Facharbeiter verfügen. Ein großes Vorhaben gelassen formuliert - ja, genau diese gewagte Zielformulierung würde den notwendigen Anstoß zu großen Leistungen bewirken.
Ohne interessenpolitische Brillen, Scheuklappen oder Justamendstandpunkte könnten neue Initiativen gestartet werden, die uns eine Chance bieten würden, unseren Lebensstandard mittelfristig abzusichern. Großes könnte bewegt werden. Es würde allgemein ins Bewusstsein gebracht werden, dass wir nur mit innovativen und modernsten Produkten und Dienstleistungen eine Chance haben, auf globalen Märkten zu bestehen. Jedes Unternehmen auf der Welt, das künftig über eine Betriebs-ansiedlung nachdenkt, würde an Österreich nicht vorbei kommen, weil es hier ein ausreichendes Potenzial an Spitzenfachkräften - den besten weltweit - gebe. Ein realistisches Szenario oder ein Hirngespinst? Können gemütliche Österreicher so ein Ziel erreichen?
Ja, sie könnten es! Vom LD-Konverter, über Mannerschnitten, oder Swarovski-Kristalle bis hin zu Red Bull Power Drinks bewiesen und beweisen Österreicher, über welches Potenzial sie verfügen können, wenn sie die Ärmel aufkrempeln und anpacken. Ausgestattet mit dem - allgemein außer Streit gestellten – Ziel die weltweit besten Fachkräfte auszubilden, könnte man sich gemeinsam auf den Weg machen, um die Marke duale Ausbildung wieder hell zum Glänzen zu bringen und letztlich eine wirtschaftliche Vormachtsstellung erlangen.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind nachstehend einige visionäre Vorhaben genannt, die diese Zielerreichung ermöglichen würden:
• Jeder Lehrling muss vor dem Eintritt in ein Lehrverhältnis eine branchenbezogene Qualifikationsprüfung ablegen, deren erfolgreiche Absolvierung erst einen Eintritt in ein Lehrverhältnis ermöglicht. Öffentlich finanzierte Vorbereitungskurse werden jenen Schulabgängern angeboten, die diese Prüfungen nicht auf Anhieb schaffen. Für Jugendliche, die diese Hürde nicht schaffen, ist das bestehende Modell der Integrativen Berufsausbildung zu adaptieren. Die Prüfungen wären von den Wirtschaftskammern zu organisieren und von den bestehenden Lehrabschluss-prüfungskommissionen abzunehmen.
• Eine Beendigung des Anachronismus, dass der Lehrling immer dann in die Berufsschule muss, wenn es einen freien Schulplatz gibt und wenn es keine Schulferien gibt, ist unumgänglich. Der Lehrbetrieb muss in Absprache mit dem Lehrling den Berufsschultermin selbst bestimmen können. Faktisch jede brauchbare Ausbildung in der Erwachsenenbildung ist modular organisiert. Ein Neueinstieg jederzeit möglich. Warum gibt es dies nicht auch längst in den Berufsschulen?
• Eine Investitionsinitiative für Berufsschulen und Internate ist dringend erforderlich und noch dazu gut investiertes Kapital. Modernste Ausbildungsbedingungen sind auf dem Weg die besten Fachkräfte heranzubilden unerlässlich. Zur Kostenminimierung könnte dabei auch der bestehende Maschinenpark von Erwachsenenbildungs-einrichtungen und Lehrwerkstätten genutzt werden. Endlich hätte man auch eine Verwendung für leerstehende Lehrwerkstätten. Gleichzeitig sollten den Lehrlingen modernere Unterbringungsmöglichkeiten angeboten werden, denn Höchstleistungen korrelieren auch mit einem passenden Umfeld.
• Wo bleibt die Vernetzung der Forschungsstätten der Universitäten mit den Berufsschulen? Gibt es keine Forschungsprojekte, die Berufsschüler und Studenten gemeinsam erarbeiten könnten?
• Facharbeiterprüfung und anschließende Berufsmatura sollten zum allgemeinen Standard erhoben werden. Dies würde bedeuten, dass die Erstausbildung generell in einer Berufsmatura mündet.
• Die Berufsbildinhalte sind zu entrümpeln und mit betriebswirtschaftlichen Inhalten so aufzuwerten, dass mit der Lehrabschlussprüfung automatisch auch die Gewerbeberechtigung im jeweiligen Gewerbe erworben wird. Von diesem Auto-matismus dürfte es nur in begründeten Fällen eine Ausnahme geben. Mit einem Schlag hätte man eine willkommene Gründerwelle und eine spürbare Verbesserung der Attraktivität der Lehrausbildung erzeugt.
• Die Lehrabschlussprüfung wird geteilt. Nach dem Ende jedes Lehrjahres ist eine Zwischenprüfung abzulegen. Bei mangelnden Leistungen können sofort Gegen-maßnahmen ergriffen werden.
• Lehrbetriebe, welche die außer Streit gestellte Zielsetzung aus den Augen verlieren und auf betriebliche Ausbildungsinhalte verzichten, verlieren ihre Ausbildungsberechtigung, falls ein sozialpartnerschaftliches Coaching des Lehr-berechtigten fruchtlos bleibt.
• Betriebe, die innovative Ausbildungsprojekte durchführen, über den eigenen Facharbeiterbedarf hinaus Lehrstellen anbieten, einen betrieblichen Zusatzunterricht offerieren, Lehrlinge in Seminare schicken oder eine externe Ausbildungsberatung in Anspruch nehmen, erhalten öffentliche Förderungen. Diese Mittel würden durch den Wegfall teurer AMS-Umschulungen frei werden. Was uns jetzt noch fehlt, sind mutige Politiker, mit dem Herz am rechten Fleck, die sich, ohne auf mögliche Wahlergebnisse zu schielen, getrauen diese heißen Eisen im Feuer der Begeisterung zu schmieden. Die bereit sind, sich auch mit der eigenen Klientel anzulegen, wenn es dem Ziel dient unsere Fachkräfte wieder an die Weltspitze zu katapultieren.
© Karl Franz Zaunschirm
Quelle der Lehrlingsdaten: Aktuelle Informationen des Regierungsbeauftragten über die Entwicklung von Lehrlingszahlen und Lehrstellenmarkt in Österreich und den Bundesländern - Aktueller Stand vom 31.Juli 2007 © 2006 KommR Egon Blum.

